Grueberchörli Grub AR

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Archiv:

Hier wird nach und nach Vergangenes vom Grueberchörli platziert...

Ausflug 2009 Bericht im Applaus vom Donnerstag, 20. August:

Viel Gesang und Geselligkeit

Bericht im Applaus vom Donnerstag, 9. April 2009:

Georg Jost, singender und schauspielernder Bauer aus dem Appenzeller Vorderland
Abseits, aber nicht einsam

Seit acht Jahren lebt Landwirt Georg Jost abseits der Strasse oberhalb von Oberegg. Des Brauchtums wegen zieht es ihn immer wieder an den Ort seiner Kindheit zurück, nach Urnäsch.

Oberegg / St. Anton – Bauer Georg Jost liebt Menschen ebenso wie die Abgeschiedenheit. Sein Hof liegt oberhalb von Oberegg. Auf der einen Seite ruht der Skilift, auf der anderen Seite flitzen bei Betrieb die Wintersportler auf ihren Brettern den Hang hinunter. «Auf halber Höhe in den St. Anton führt ein Waldweg von der Hauptstrasse weg», erklärt Jost dem Journalisten telefonisch den Standort seines landwirtschaftlichen Betriebs. Der zusätzliche Tip, das Auto beim Abzweiger stehen zu lassen und zu Fuss weiterzugehen, zahlt sich aus. Ein halber Kilometer quer durch den Wald, vorbei an einem rauschenden Bach, erstes Frühlings-Vogelgezwitscher in den Ohren, öffnet sich schliesslich ein tolles Panorama mit Blick auf Oberegg. Gebell lässt erahnen, dass der Hof von Jost nicht mehr weit sein kann. Seit acht Jahren lebt das Ehepaar Emmi und Georg Jost in dieser Idylle. Ihre vier Kinder, drei Söhne und eine Tochter, stehen auf eigenen Füssen und haben das Elternhaus in Richtung Appenzeller Hinterland verlassen. Dorthin also, wo auch Georg Josts Wurzeln liegen und es ihn regelmässig hinzieht.

Tiere sind seine Leidenschaft
Der 49-Jährige ist in Urnäsch in einer Bauernfamilie zusammen mit einem Bruder aufgewachsen. Der Vater brachte ihnen das Handwerk des bäuerlichen Alltags bei. Georg Jost hat es bis heute nicht mehr losgelassen. Am besten gefällt ihm am Beruf des Landwirts der Umgang mit den Tieren, sagt er. Und seine Frau, die das Gespräch aufmerksam verfolgt, räumt ein: «Oh ja, Tiere und Schellen sind seine Leidenschaft.» Zweiteres zeigt sich dadurch, dass im ganzen Haus Schellen hängen, die jeweils bei Alpauffahrten zum Einsatz kommen.
Doch zurück zum Landwirt. Ein grosser Pluspunkt seines Berufs sei es ferner, selbständig arbeiten zu können, erzählt Jost weiter. Ausserdem seien auf dem Bauernhof die Familienmitglieder stets nahe beieinander und würden nicht auseinandergerissen, weil der Vater tagsüber auswärts einer Erwerbstätigkeit nachgehen müsse.

Machen, was man will
Als Einsiedler fühlt sich Georg Jost auf seinem weit abseits der Hauptstrasse liegenden Hof nicht. Die Ruhe biete auch Vorteile, räumt Jost schmunzelnd ein. «Man kann machen, was man will.» Dadurch fühle er sich nicht so ausgestellt. Mitten in einem Dorf zu wohnen, könne er sich nicht vorstellen. Die Kontaktpflege zu deren Menschen sei ihm jedoch ein grosses Anliegen. Georg Jost wie auch seine Frau Emmi singen seit sieben Jahren im Grueberchörli mit. In der zweiten Aprilhälfte würden sie drei Auftritte bestreiten, freuen sich die beiden.
Die Lust am Singen verdankt der Bauer ebenfalls seinem Vater. Regelmässig habe dieser, wenn es die Arbeit jeweils zuliess, im Stall ein Zäuerli angestimmt. Dieser Tradition kann Basssänger Jost im Grueberchörli weiterhin frönen, ansonsten bietet das Vorderland punkto Brauchtum weniger als das Hinterland. Und so zieht es ihn denn auch immer wieder zurück an den Ort seiner Kindheit. «An Silvester gehe ich jeweils chlausen», so Jost. Darüber hinaus sei er Mitglied der Blochgesellschaft Urnäsch. In der Zugmannschaft, die sich aus verschiedenen Berufsgattungen zusammensetzt, vertritt er die Bauern.

6 bis 20 Uhr arbeiten
Der bärtige Sänger und Landwirt Jost weiss über vieles zu berichten, auch über die Entwicklungen in der Landwirtschaft. Auf dem elterlichen Hof seien sie noch nicht so fortschrittlich eingerichtet gewesen. Die meisten Tätigkeiten waren Handarbeit: Es wurde von Hand gemolken, von Hand Mist geladen oder von Hand Heu auf dem Heustock verteilt. Die heutigen Maschinen mögen zwar eine Erleichterung sein, der Arbeitstag des Landwirts ist aber nach wie vor lang: Morgens um 6 Uhr steht Jost auf und geht als erstes in den Stall, um seine 17 Kühe zu melken. Anschliessend werden die Kälber getränkt und die Kühe gefüttert. So gegen 8.30 Uhr genehmigt er sich ein Frühstück. Tagsüber ist seine Arbeit sehr wetterabhängig. Die Wintermonate werden genutzt, Brennholz zu richten oder Holzpfähle einzuschlagen. Feierabend im Hause Jost ist in der Regel um 20 Uhr. Roger Fuchs


Hier fühlt sich Georg Jost wohl: Im Wohnzimmer vor seinen Schellen.

Am Beruf des Bauern gefällt Georg Jost am meisten der Kontakt zu den Tieren.

In der zweiten Aprilhälfte steht Georg Jost als Schauspieler auf der Bühne: Die Mitglieder des Grueberchörlis führen "de Grossvater wott hürote" uf.

Auftritte mit dem Grueberchörli

Seit sieben Jahren singen Georg Jost und seine Frau im Grueberchörli, das aktuell 13 Mitglieder zählt. «Das Grueberchörli pflegt das traditionelle Gesangsgut», erzählt Jost. Dazu gehörten Appenzeller Lieder, das Zauren wie auch traditionelle Stegreiflieder, die von Generation zu Generation weitergetragen werden.

In der zweiten Aprilhälfte stehen Josts mit dem Grueberchörli dreimal in der Gemeinde-Turnhalle Grub AR auf der Bühne: am 18 April um 20 Uhr, am 25. April um 20 Uhr und am 26. April um 13 Uhr. Nebst vielen Liedern wird das Theaterstück «De Grossvater wott hürote» aufgeführt. Georg Jost spielt die Hauptrolle, also den Grossvater. Am Schauspielern gefalle ihm, mal in eine andere Rolle schlüpfen und sich verändern zu können, sagt der vielseitige Bauer.

Das Grueberchörli kehrte vom Eidgenössischen Jodlerfest 2008 in Luzern mit der Note "gut" zurü

Nordostschweizerisches Jodlerfest 2007 St. Moritz:

Wir durften für unser vorgetragenes Zäuerli die Note Sehr gut entgegennehmen (Klasse 1)

Jurybericht:

Leitung Falk Werner Speicher

Tongebung Die Jodelstimmen klingen weich und rund. Die Stimmen im Chorbegleit sind ausgeglichen und gut gestützt.

Aussprache Vokalisation passend.

Harmonische Reinheit Bleibt bis auf kleine Unreinheiten gewahrt.

Rhythmik Gut gewählte Tempi. Die einzelnen Stimmen setzen nicht immer präzise ein.

Dynamik Fast keine Gestaltung feststellbar.

Gesamteindruck Trotzallem vermag dieser Vortrag zu überzeugen. Mit mehr Mut zur Gestaltung und mit präziseren Choreinsätzen könnte noch mehr Spannung erzeugt werden.

Kurt Lang

Unterhaltung 2007

DV Naturjodlervereinigung Toggenburg-Appenzell vom 9.11.2007 im Rest. Bären Grub AR